Naturheilpraxis Heike Neukäter

Interessantes aus der Geschichte der Klassischen Homöopathie

Die Geburtsstunde der Homöopathie fand im Jahr 1796 statt.

Der Arzt und Chemiker Samuel Hahnemann (1755-1843) misstraute dem Inhalt einer Übersetzung des berühmten Pharmakologen Cullen, dass Chinarinde Malaria heilen sollte.         Im berühmten, sogenannten Chinarindenversuch, stellte sich heraus, das jedes Mal, wenn Hahnemann Chinarinde einnahm, er sämtliche Symptome des Wechselfiebers bekam.                 Er schlussfolgerte daraus, das die Ähnlichkeit der auftretenden Symptome bei Einnahme von Chinarinde und die Symptome der Malaria der Schlüssel sein musste.

In den darauffolgenden Jahren prüfte Hahnemann sechs Jahre lang verschiedene Arzneien an gesunden Personen. So entstand ein beachtliches Werk: die Materia Medica Homoeopathica.

Es entstand der Leitsatz der Homöopathen:

"Similia similibus curentur - Heile Ähnliches mit Ähnlichem"

Hahnemann behandelte seine Patienten nach diesem Prinzip und hatte damit Erfolg.                   Er wählte für Patienten aus seinen geprüften Arzneimitteln denjenigen Wirkstoff heraus, der den Symptomen des Patienten am Ähnlichsten war.

Interessantes aus der Geschichte der Phytotherapie / Heilpflanzenkunde

Meine Recherchen haben ergeben, dass die Menschheit schon in der Steinzeit Wissen über Heilkräuter hatte.                                                                                                                      Schon um 60.000 v.Chr. kannten die Neandertalerinnen bereits Kräuter, die bestimmte Leiden linderten - die Schafgarbe und den Spitzwegerich!

Französische Archäologen entdeckten 1968 in der konservierten Erde einer 60.000 Jahren alten Grabstätte die Pollenreste verschiedener Blumen und Kräuter. Das Kräuterbett des Leichnams bestand u.a. aus Schafgarbe, Spitzwegerich sowie Malve, Kreuzkraut und Farnkraut -  alles Pflanzen, die bis heute als Heilpflanzen bekannt sind.

Vermutlich aufgrund ihrer Jahrtausende langen Erfahrungen im Sammeln und Zubereiten von Pflanzen, Wurzeln und Früchte verfügten die Neandertalerinnen bereits über wichtige heilbringende Kenntnisse.

Hier nun ein kleiner Ausschnitt eines Speisezettel aus einem Pollendiagramm des französischen Urgeschichtsforschers A. Leroi-Gourhan.

Speisezettel der Steinzeitmenschen

Körnermüsli aus Samen verschiedener Gräser und Wildgetreidesorten

Löwenzahnsalat oder Löwenzahn gekocht

Beifuß gekocht

Zartes Wurzelgemüse mit knackigen Stängelstückchen

Wegwarte-Wurzel-Salat